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Shibashi Qigong
«Die poetischen Namen dieser Bewegungen reichen von Alltagserfahrungen bis zur mystischen Sehnsucht nach Weite und Tiefe, vom Rudern des Bootes auf dem See bis zur Seide, die in der Luft schwebt und zu den Händen, die die Wolken berühren. Traum und Kraft, Sehnsucht und Widerstand, die Erscheinung des Besonderen im Alltäglichen sind in diese Namen eingeschrieben. In den Bewegungen nehmen sie Gestalt an. Dabei lockern sich nicht nur verspannte Muskeln, sondern auch unsere oft gespannte Seele darf ohne Hast atmen und fließen.»
(Aus einer Ausschreibung zu einem Shibashi-Angebot im Boldernhaus Zürich) 
Tausende Leute üben Taiji Qigong Shibashi zusammen,
in einem Stadion in Malaysia Shibashi ist eine einfache Form der Meditation in 18 Bewegungsbildern, deren poetische Namen aus der Natur stammen Shibashi wird auch als Taiji Qigong bezeichnet, da es sich um
Taijiquan ähnliche Qi-Übungen handelt, die mehrmals wiederholt werden (Qigong) und außerdem in einer festen Abfolge stehen (Taiji). Shibashi ist Meditation – eine Übung und Einladung, sich einzufinden in die Gegenwart, ins Hier und Jetzt, in der Begegnung stattfindet: mit mir selbst, mit jedem Du, mit der Natur und mit dem Geheimnis und nährenden Urquell des Lebens, dem Göttlichen, das in allem atmet.
Shibashi ist gesundheitsfördernd, eine Form von Stress-management: Es harmonisiert den Qi-Fluss im Körper, beruhigt und weckt den Geist, nährt die Zellen mit frischem Atem, stärkt Gelenke, Muskeln und Organe. Es ist auch als die 18 Gesundheitsübungen des Qigong bekannt.
Wie verstehen und vermitteln wir Shibashi? Als Einübung und Erfahrung der Verbundenheit mit allem, was ist. Shibashi ist eine Form, um die traditionellen abendländischen Gegensätze zu verbinden und dadurch ein Stück Heilung zu erfahren. Körper und Spiritualität, Himmel und Erde, Ruhe und Bewegung, Gott und Welt finden wieder zueinander.
Durch Körperübungen und das vertiefte Üben einzelner Bewegungsbilder werden spirituelle Grundhaltungen eingeübt und erfahren (wie z.B. Verbindung von Himmel und Erde, Tun und Lassen, bei mir sein und mich öffnen für die Welt, trotz Bewegung und Hektik im Alltag verwurzelt und verankert sein im Größeren). Shibashi wird so zum Erfahrungsweg mit sich selbst und der Mitwelt.
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