Das innere Lächeln
Die Meditation des Inneren Lächelns ist ein Hauptbestandteil der
taoistischen Praxis.
Wenn wir lächeln, lösen sich augenblicklich die Anspannungen der Muskeln im
Gesicht und im ganzen Körper. Der Atem wird ruhig und gleichmäßig, wir
fühlen uns wesentlich besser. So ein Lächeln kann ganz spontan ein Gefühl
der Freude hervorrufen.
Ein bewusst
hervorgebrachtes Lächeln mit der Absicht uns selbst Zuneigung zu schenken
und uns zu lieben, damit beginnt die Meditation des Inneren Lächelns. Durch
Übung können wir ganz bewusst einen Zustand von tiefer Entspannung und
innerer Harmonie in uns herstellen. Die lächelnde Energie aus unseren Augen
leiten wir dazu mit Hilfe unserer Aufmerksamkeit nach innen, durch den
ganzen Körper. Wir lächeln in die Drüsen, in die Organe, in unser Gehirn und
in unsere Knochen.
Wir kommen so mit unserem Körper auf wohlwollende Weise in tiefen,
liebevollen Kontakt. Verspannungen lösen sich, das Immunsystem wird
gestärkt, die zum jeweiligen Organ zugehörigen, positiven Emotionen werden
vermehrt.
Die Meditation des inneren Lächelns wird mit der Zeit des Übens immer mehr zu
einer inneren Grundhaltung: uns selbst und der Welt, in der wir leben, in
jeder Situation mit Respekt und Liebe zu begegnen.
Die 6
heilenden Laute
Die 6 heilende Laute sind eine uralte taoistische Qigong-Übung. Sie
sind auch heute noch von großer Bedeutung für unsere Gesunderhaltung und
gehören zu den Basistechniken des
Universal Tao. Zu jedem Organ fanden
die taoistischen Meister einen Laut, der die gesunden Schwingung dieses
Organs unterstützt. Während der Übung wird jeder dieser Laute durch
einen bestimmten Bewegungsablauf begleitet, so dass die zum Organ
zugehörigen Meridiane ebenfalls aktiviert werden.
Nach taoistischer Auffassung hat das Bewusstsein seinen Sitz nicht nur
im Gehirn, sondern auch in den Organen. Dort wird das lebensspendende
Chi gesammelt, verfeinert und gespeichert. Auch die Emotionen haben
ihren Sitz in den Organen. Bedingt durch physischen und psychischen
Stress (Umwelteinflüsse, schlechte Haltung, mangelnde Bewegung,
Überanstrengung, Angst, Einsamkeit, Trauer) können im Körper
Energieblockaden entstehen, die eine Überhitzung der Organe zur Folge
haben. Das wiederum führt zur Vermehrung negativer, emotionaler Energien
und damit zu weiterer Überhitzung. Andauernde Überhitzung führt in den
Organen zu Schrumpfungen und Verhärtungen, so das sie erkranken können
und ihre Funktionen nicht mehr erfüllen.
Die 6 Heilenden Laute tragen zur Abkühlung und Entgiftung der Organe bei
und helfen uns, negative Emotionen, die unseren Energiefluss zu
behindern beginnen, freizusetzen. Die überschüssige Hitze wird durch den
Mund und das Verdauungssystem abgegeben bzw. gleichmäßig im Körper
verteilt. Die Organe werden gereinigt und gestärkt, der gesamte Körper
wir harmonisiert. Das tägliche Üben der heilenden Laute hilft die
Beschwerden von Verdauungsstörungen, Schlafstörungen, Mundgeruch,
Depression oder Stressanfälligkeit zu verringern.
Mit Hilfe der 6 Heilenden Laute werden negative Emotionen umgewandelt in
positive Lebenskraft: Trauer in Mut, Angst in Sanftheit, Aggressivität in
Großzügigkeit, Hass in Liebe, Grübelei in Offenheit. Da die Organe auch in
Verbindung mit den Muskeln stehen, wird sich durch Auflösen der Spannungen
in den Organen auch die Beweglichkeit verbessern. |